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20 Jahre - eine lange Zeit

21. 11. 2023

20 Jahre Grundschule „Fritz Reuter“ Ludwigslust

Seit 1830 ist das repräsentative Gebäude in der Kanalstraße nicht mehr wegzudenken, hat eine fast 200jährige Geschichte hinter sich, machte sich als Lehrerseminar, Kaserne, Ortsschule, Stadtschule, Volks- und Mittelschule einen Namen, war eine Polytechnische Oberschule, zeitweise gymnasialer Außenstandort und stand dann fast 10 Jahre leer… ein Zustand, der Ludwigslust nicht gut zu Gesicht stand. Und so beschlossen die damaligen Stadtväter: hier ziehen nach grundlegender Sanierung Grundschüler ein! 

Das ist nun schon 20 Jahre her. Anlass für uns, das mit einem „Tag der offenen Tür“ zu feiern. Mit vereinten Kräften wurde der Tag für alle Besucher interessant und abwechslungsreich gestaltet. Zukünftig soll dieses Event immer am Samstag vor den Herbstferien stattfinden.

 

Zur Eröffnung nutzten wir unsere tolle neue Bühne auf dem Schulhof. Der stellvertretende Bürgermeister Herr Warnke überbrachte Grußworte und einen Scheck aus dem Rathaus, die SG 03 drei Bälle für unseren Sportunterricht. Kinder aus verschiedenen Klassen zeigten ein kleines Begrüßungsprogramm und sorgten für eine tolle Stimmung. Timo aus der 4c heizte mit seinem Schlagzeug zum Schluss die Besucher noch einmal richtig an, sodass es frohgelaunt in den Tag gehen konnte.  
 

Unsere Besucher

 

Besonders wichtig war es uns, auch die Eltern begrüßen zu können, die in den nächsten Jahren ein Kind einschulen werden. In den vielen Räumen konnten sie sich eine Übersicht zur Raumausstattung und verschiedenen Angeboten machen. Es wurde gebastelt, gespielt und eine Menge an Fragen beantwortet. Auf dem Sporthof wartete der Hort mit sportlichen Angeboten. Für anhaltende Stimmung sorgte der Fanfahrenzug der Stadt, der immer auf Suche nach Nachwuchs ist. Auch viele „Ehemalige“ ließen es sich nicht nehmen, das Gebäude intensiv zu durchforsten: vom Erdgeschoss bis unters Dach. Interessiert wurde in den alten Chroniken geblättert, die insbesondere die Zeit der 40-er bis 90-er Jahre abbilden. Dabei kamen viele Erinnerungen hoch und man konnte den spannenden Gesprächen lauschen, die bei so manchem ein Schmunzeln oder Staunen auslösten. Die Verlosung der Rätselpreise und die Modenschau mit unserer freiwilligen Schulkleidung sowie der schicken Einschulungskleidung unserer Erstklässler am Ende des Tages ließen alle mit einem guten Gefühl nach Hause gehen. 

 

Ganz besonders gefreut haben wir uns, dass ehemalige Schüler aus unseren 20 Jahren den Weg zu uns gefunden haben. So berichtete uns Birte Kummer, die die erste Preisträgerin des „Fritz-Reuter-Preises“ unserer Schule ist, wie sich ihr weiterer schulischer und beruflicher Werdegang gestaltet hat. Sie studiert derzeit Medizin in Leipzig und denkt immer noch sehr gern an ihre Grundschulzeit zurück. Was wir als Erwachsene für die Kinder nicht so optimal empfanden, nämlich, dass der Schulhof viel zu klein ist, spielte nach ihrer Erinnerung in ihrer Grundschulzeit gar keine Rolle. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass wir zu der Zeit getrennte Pausenzeiten eingeführt haben und sich die Schülerzahl deshalb auf dem Schulhof auf Schlag halbierte. 

 

Sogar ehemalige Kolleginnen, die ihren wohlverdienten Ruhestand genießen, ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, mit ihren damaligen Kollegen ein Schwätzchen zu halten oder in den Fotoalben der Anfangsjahre zu blättern. 

 

Unser erster Hausmeister Herr Heinze wohnte damals noch unter dem Dach im Nebengebäude. Nach umfangreicher Sanierung ist dort der Hort eingezogen.  Er war überrascht, was sich doch nach seiner Zeit alles verändert hat. Der Hort unter dem Dach mit seinem Kreativraum, der von der Schule auch als Werkraum genutzt wird, dem großzügigen Mittelpunkt sowie weiteren Themenräumen, die sich auch im Gebäude am Sporthof befinden, die digitalen Tafeln, die Zusammenlegung von kleinen Räumen zu größeren, die nun eine moderne Unterrichtsgestaltung ermöglichen, der Sportplatz mit seinen Spielgeräten und nicht zuletzt die Bühne auf dem Schulhof. Alles Investitionen, die in Zusammenarbeit von Schule, Eltern und der Stadt Ludwigslust als Schulträger vorbereitet und realisiert wurden.

 

Digitalisierung

 

Hervorzuheben ist dabei die konsequente Umsetzung unseres seit 2016 entwickelten Medienentwicklungskonzeptes. Hierbei wurde sich am Bedarf der Schule orientiert, sodass wir heute modern eingerichtete, mit digitalen Tafeln ausgestattete Klassenräume besitzen. Zudem können die Kinder mit Tabletts und im PC-Raum mit modernen PCs arbeiten. Beides bietet eine enorme Ergänzung bei der Gestaltung eines abwechslungsreichen Unterrichts.

 

Wie alles beginnt

 

Mit der Einschulung beginnt die vierjährige Grundschulzeit. Nachdem wir die meisten Kinder schon bei „Fit für die Schule“ kennenlernen durften, erleben sie ihre erste gemeinsame Stunde mit ihrer Klassenlehrerin oder ihrem Klassenlehrer. Das Steigenlassen von bunten Luftballons mit unserem Schullogo, welches wir 2018 für unsere Schule entwickelt haben, und die Übergabe der Schultüte lassen die kleinen Herzen unserer Schulanfänger höherschlagen. 
 

Wie wir arbeiten

 

In unserer Schule legen wir Wert darauf, dass unsere Kinder den Umgang mit Unterrichtsbüchern lernen, wissen, wie sie übersichtlich in Heften, Arbeitsheften und mit einem Hausaufgabenheft arbeiten. Mit der nächsthöheren Klassenstufe erwarten wir auch ein höheres Maß an Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit im Lernen. Das wird unterstützt von umfangreichen Freiarbeitsmaterial, welches allen Klassen in ihren Räumen zur Verfügung steht. Zahlreiche Präventionsprojekte, Wandertage, Feste, kulturelle Veranstaltungen, wie Lesungen und Theaterbesuche sowie Wettbewerbe und Projekttage bringen Abwechslung in den Schulalltag.                                                                                  

 

Von der Zusammenarbeit in den Jahrgangsstufenteams können alle Kollegen gleichermaßen profitieren, denn alle sind im produktiven Austausch miteinander, die „jungen Küken mit den alten Hasen“, was sich letztendlich positiv auf die Unterrichtsgestaltung auswirkt und somit den Schulkindern zugutekommt. Wir freuen uns, junge Pädagogen in unserem Team zu haben. Sie haben einen viel unbedarfteren Umgang mit den neuen Unterrichtsmedien, bringen frischen Elan und andere Impulse in die Schule mit ein, frei nach dem Motto: Bewährtes bewahren, aber auch neues wagen. 
 

Wertschätzung und Mitbestimmung

 

Gute und außergewöhnliche Leistungen werden sichtbar gemacht und gewürdigt. Insbesondere unsere Sportwettkämpfe erfreuen sich großer Beliebtheit. Ob beim Dreikampf, Herbstlauf oder Hochsprungwettbewerb, die unterschiedlichsten Kinder können dort ihre besten Ergebnisse erzielen, die sie stolz machen, auch wenn es in Mathematik und Deutsch für sie ganz andere Herausforderungen gibt. Gemessen wird sich aber auch beim Lesewettbewerb, im Leseprogramm Antolin, im Känguruwettbewerb und bei der Matheolympiade. Die Talentshow und der Kunst- und Malwettbewerb geben wieder ganz anderen Kindern Gelegenheit, ihre Stärken zu zeigen. 

 

Am Zeugnistag freuen sich alle schon auf die Kinderversammlung. Gemeinsam mit dem Schülerrat, den die gewählten Klassensprecher der Jahrgangsstufe 3 und 4 bilden, wird diese vorbereitet und durchgeführt. Hier geht es darum, Schuljahresleistungen zu würdigen, wozu auch das soziale Engagement und die besten Zeugnisse zählen. Umrahmt wird diese Stunde mit unserer Schulhymne und kleinen kulturellen Beiträgen aus den Klassen. Alle sind dann immer schon ganz aufgeregt und gespannt, ob auch sie selbst oder eine/r ihrer Freunde dabei sind, wenn die kleinen Orden und Urkunden verteilt werden. Immer gibt es für jede gelobte Leistung einen Applaus von den Mitschülern. 

 

Höhepunkt nach vier erfolgreich absolvierten Grundschuljahren ist die Vergabe des „Fritz-Reuter-Preises“ an Kinder, die kontinuierlich sehr gute schulische Leistungen und ein hohes soziales Engagement gezeigt haben.  In diesem Jahr gab es den Preis das 13. Mal. Eine Abschiedsveranstaltung mit Eltern und allen Schülern der vierten Klassen, die immer sehr schöne und kurzweilige Beiträge beisteuern, bietet den gebührenden festlichen Rahmen, sodass auch manche Träne bei Eltern und auch den Kindern hinunterkullert, denn spätestens jetzt wird allen klar, dass die Grundschulzeit vorbei ist.

 

Unser Schulförderverein

 

An fast allen Veranstaltungen hat der Schulförderverein maßgeblichen Anteil. Denn nur durch ihn können wir Spendengelder einwerben bzw. annehmen und diese sinnvoll für unsere Kinder einsetzen. Besonders hier, aber auch im Klassen- und im Schulelternrat können sich Eltern für die Schule und ihre Kinder engagieren. Mit Bravour haben Eltern, die auch im Schulförderverein aktiv sind, am Tag der offenen Tür für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt und Einnahmen von über 1.000 € erzielt. Da geht natürlich ein großer Dank an die fleißigen Kuchenbäcker und die Verkäuferinnen auf Zeit. Über die 20 Jahre habe wir schon um die 115 000 € umgesetzt. Wir würden uns freuen, wenn wir hier noch mehr Mitglieder begrüßen könnten oder sich Eltern und Großeltern an der Aktion „Schulengel“ beteiligen, denn Weihnachten steht vor der Tür. Beliebt ist bei vielen Kindern auch unsere Schulkleidung, die mit unserem Logo versehen und in unterschiedlichen kräftigen Farben zu haben ist. Über die Homepage erfährt man mehr darüber. 
 

 Transparenz und Beteiligung

 

Transparenz unserer Arbeit und Beteiligung von Eltern sind uns wichtig. In Elternversammlungen und bei Elternsprechtagen können sie ganz gezielt ihre Fragen stellen und sich zur weiteren Schullaufbahn ihres Kindes beraten lassen. Mitunter würden wir uns wünschen, dass unserer Empfehlung, die wir immer im Sinne der bestmöglichen Entwicklung des Kindes geben, auch gefolgt wird. Manchmal sind Eltern enttäuscht, wenn sie nicht bei allen schulischen Entscheidungen mit einbezogen werden oder erst spät davon erfahren. Ein Arbeitsfeld, auf dem wir alle nicht immer optimal handeln, das aber für Eltern schon aus datenschutzrechtlichen Gründen kein Mitspracherecht zulässt, denn hier geht es meist um Personalentscheidungen. Die Mitarbeit von Eltern im Klassen- bzw. Schulelternrat ist für uns Pädagogen wichtig, wertvoll und unverzichtbar, denn so manche Dinge lassen sich nur mit Hilfe und Unterstützung der Eltern realisieren und umsetzen.

 

Transparenz bietet aber auch unsere Homepage. Hier findet jeder die Protokolle der Schulelternratsversammlungen und der Schulkonferenz. Veranstaltungen werden angekündigt und eine Reihe von Fotos und kleinen Berichten dokumentieren das Schulleben. Alle einmal erschienenen Schülerzeitungen können nachgelesen werden, interessante Artikel regen zum Nachdenken und Mitgestalten an. 

 

Inklusion- das Gebot der Stunde

 

Unsere Schulen sind von der Schülerschaft her sehr viel bunter geworden. „Inklusion“ ist das Schlagwort der Zeit, spiegelt sich in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens wider und wirkt sich somit auch auf die Struktur und die Arbeitsweise einer Schule aus. Die klassische „Förderschule“ ist zum Auslaufmodell erklärt worden, sodass auch Kinder, die ehemals eine Förderschule besucht hätten, eine Klassenstruktur mitbestimmen, genau wie Kinder aus unterschiedlichen Herkunftsländern. In diesem Jahr beschulen wir diese Kinder nach langer Zeit wieder in einer eigenständigen Klasse – Vorklasse im Sprachgebrauch, was bedeutet, dass sie vorrangig die deutsche Sprache erlernen, bis sie anfangs stundenweise und später ganz am Unterricht ihrer Jahrgangsstufe teilnehmen können. Herausforderungen, denen sich täglich alle an Schule Beteiligten mit vereinten Kräften stellen, insbesondere natürlich unsere Lehrkräfte. Sie halten alle Fäden ihrer Klasse in der Hand und erarbeiten neben ihrem täglichen Unterricht die entsprechenden Förder- und Forderangebote. Eine große Hilfe dabei sind unsere Schulsozialarbeiterin, unsere unterstützende pädagogische Fachkraft (upF) und unser Alltagshelfer. Seit diesem Schuljahr erhalten wir auch Unterstützung vom Hortpersonal.

 

Optimistisch in die Zukunft

 

Zwanzig Jahre – das ist eine lange Zeit. Aus den Kinderschuhen sind wir raus, gute Fundamente sind gebaut, die ersten Etagen geben Struktur und Sicherheit, die weiteren immer wieder Gelegenheit für Kreativität, Beständigkeit aber auch Wandel und Veränderung.                

 

Gesellschaftliche Entwicklungen wirken sich auch immer auf das Schulleben aus. Gemeinsam sollten wir dafür sorgen, dass wir unseren Kindern eine Schulzeit ermöglichen, die sie auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet. 

 

Fri Bahn möt we hewwen!

Un Brot möt we hewwen!

Un Hüsung möt we hewwen!

Un lihren möten uns Gören wat!

 

„Fritz Reuter“

 

Bild zur Meldung: 20 Jahre - eine lange Zeit

Fotoserien


20 Jahre Grundschule - Tag der offenen Tür (04. 10. 2023)

Veranstaltungen

Unterrichtszeiten

Hort: Frühhort von 6:00 bis

Einlass ab 7:30


1. Stunde 07:45 - 08:30


Frühstückspause Jahrgang 1/2 - Hofpause Jahrgang 3/4 


2. Stunde 08:50 - 09:35


Frühstückspause Jahrgang 3/4 - Hofpause Jahrgang 1/2 


3. Stunde 09:55 - 10:40
4. Stunde 10:50 - 11:35


Mittagspause


5. Stunde 12:00 - 12:45
6. Stunde 12:50 - 13:35

 

Hort: von 12:00 bis 18:00

 

2000

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